Rückblick 1. WinterJagd*

Erste Leipziger Winterjagd soll Krebspatienten helfen 

“Letzter bin wieder ich. Na und?” steht auf dem Trainingsanzug von Roberto Geßner. Vor drei Monaten lernte der 30-Jährige Schwimmen. “So ein Wettkampf spornt zum Durchhalten an”, lacht er.

Vom Wasser wieder aufs Land: Nach dem Schwimmen legten die Läufer 5000 Meter auf dem DHfK-Testfeld zurück und spendeten mit ihrer Startgebühr für Leukämiepatienten.

Vom Wasser wieder aufs Land: Nach dem Schwimmen legten die Läufer 5000 Meter auf dem DHfK-Testfeld zurück und spendeten mit ihrer Startgebühr für Leukämiepatienten. Quelle: André KempnerLeipzig

Nicht der Sieg, sondern die gute Sache stand bei der gestrigen 1. Leipziger Winterjagd in der Universitätsschwimmhalle in der Mainzer Straße im Vordergrund, denn ein Teil der Startgebühren soll der Uni-Klinik im Kampf gegen Leukämie helfen.

“Ja! Weiter, rennt gegen die Kälte”, feuerte Organisatorin Sabrina Schulz die 84 Sportler beim Laufen an. Zuvor erfolgte der Startschuss im Wasser. Mit den Abständen vom Schwimmen, mussten die Teilnehmer anschließend beim Laufen den Temperaturen trotzen und 5000 Meter zurücklegen.

“Ich sehe es als gute Trainingsmöglichkeit und dass man nebenher noch etwas Gutes tut, ist eine tolle Sache – beim Sport kenne ich keine Kälte”, meint Lucas Wolfram, der als Triathlet im Verein trainiert.

Er wäre bei Eis und Schnee auch aufs Rad gestiegen, findet so einen Aquathlon aber auch “klasse”. Sogar Profi-Sportler Per Bittner war dabei und drehte fleißig seine Bahnen. Schulz selbst war erfolgreiche Sportlerin in der deutschen Triathlon-Nationalmannschaft.

Mfröh / Leipziger Volkszeitung 25.01.2010